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Einerseits ein tief verankertes, menschliches Grundbedürfnis, das uns alle vereint,und andererseits eines der wohl rätselhaftesten und unerklärlichsten Phänomene im Universum. Die Auffassungen darüber, was wir unter Liebe verstehen dürfen, könnten kaum weiter auseinander gehen. Dies mag nicht zuletzt an den vielfältigen Ausprägungen liegen, in denen uns diese auf geistiger, körperlicherund seelischer Anziehung beruhende Emotion begegnet. Denn die Annahme, dass sich Liebe allein auf zwischenmenschliche Gefühlsbeziehungen beschränkt, ist weit gefehlt. Das Spektrum an potentiellen Adressaten für den Überschuss an persönlicher Zuneigung ist schier unbegrenzt. Wussten Sie beispielsweise, dass Agalmatophilie als wissenschaftlicher Fachbegriff die starke Affinität und sexuelle Anziehung zu (überwiegend nackten) Statuen bezeichnet? Oder dass auch die Liebe zu Teddybären, die so genannte Arktophilie, als psychologisches Phänomen eingehend erforscht ist? Auch Papier (Paperphilie), der Papst (Papaphilie), Friedhöfe und Todesriten (Taphophilie) sowie Duschen und Vollbäder (Taphophilie) können Auslöser für emotionale Hingabe oder sexuelle Erregung sein.
Das Mysterium Liebe in seinen unterschiedlichen Facetten zu beleuchten, haben sich auch die Kuratoren der Ausstellung „All You Need Is LOVE“, die noch bis 1. September 2013 im Mori Art Museum in Tokio zu sehen ist, zum Ziel gesetzt. Die Sonderausstellung findet anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Museums statt und umfasst über 200 Werke aus unterschiedlichen Epochen und Kunststilen.
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Die 1960er waren keine besonders glückliche Zeit für David Bowie: während er auf seinen Durchbruch als Musiker hinarbeitete und mit verschiedenen Stilrichtungen experimentierte, versuchte er sich auch in anderen Kunstformen wie Schauspielerei, Pantomime, Malerei und dem Drehbuchschreiben. So dauerte es bis 1969, als er – ein glücklicher Zufall – mit dem termingerecht zur ersten Mondlandung veröffentlichten Song „Space Oddity“ seinen kommerziellen Durchbruch feiern konnte. Auch wenn der Songtext sich ursprünglich auf einen im All verloren gehenden Astronauten bezog, benutzte die BBC das Lied in ihrer Berichterstattung zur Mondlandung.
Im Jahr 2013 findet „Space Oddity“ zu seiner ursprünglichen Bedeutung zurück: Comander Chris Hadfield, ein kanadischer Astronaut, nahm eine schwerelose Coverversion des Lieds im Orbit der internationalen Raumstation auf. Sein dazugehöriger Videoclip, der als erstes im Weltall gedrehtes Musikvideo gilt, zeigt Hadfield dabei, wie er mit seiner akustischen Gitarre allein durch das Raumschiff treibt. Selten war ein Cover passender.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=KaOC9danxNo&w=560&h=315]
So kommt es, dass 2013 das Original vom Cover übertrumpft wird: während David Bowies neues Musikvideo „The Next Day“, hochkarätig besetzt mit Oscargewinnerin Marion Cotillard und Gary Oldman, ein wohlkalkuliertes Blasphemieskandälchen auslöst, auf Youtube gerade mal eine Million mal angeklickt wurde, sahen über 14 Millionen Nutzer Chris Hadfield´s Version von „Space Oddity“. Sein Video hat nach Eigenaussage gerade mal sieben Dollar gekostet. Der Altmeister nimmt´s sportlich und lobt die Coverversion auf seiner Facebookseite.
Wer von Chris Hadfield erneut auf den Geschmack gebracht wurde und nun mehr über das Original wissen möchte, dem sei die aktuelle Ausstellung „David Bowie is“ im Victoria and Albert Museum London (noch bis 11. August 2013) an´s Herz gelegt. Wer gerade kein geeignetes Shuttle Richtung London zur Verfügung hat, kann sich zumindest in die Titel des Verlages Parkstone-International „The Pop Art Tradition“ und „Pop Art“ von Eric Shanes einlesen.
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Vagina – oft eines der ersten Wörter, die im Zusammenhang mit Georgia O‘Keeffe fallen.

Georgia O’Keeffe, Series I, White and Blue Flower Shapes, 1919,
Öl auf Brett, ca. 50 x 40 cm,
Geschenk der Georgia O’Keeffe Foundation, ©Georgia O’Keeffe Museum
Auch wenn sich die Künstlerin selbst nie zu ihren sexuellen und künstlerischen Präferenzen öffentlich äußerte, weil sie die Kunst für sich sprechen lassen wollte, erinnert man sich ihrer heute vor allem aufgrund ihrer detailliert-femininen Blumengemälde, die, nun ja, kaum eindeutige Gedanken zulassen.
Mit diesem Argument schafft es auch Jane, die Freundin des Hauptprotagonisten Jessie Pinkman in der von Kritikern hochgelobten Serie „Breaking Bad“, ihren Liebsten zu einem Besuch einer Georgia O´Keeffe-Ausstellung zu bewegen. Jesse, der in der Serie eher durch seine Qualitäten als Drogendealer denn als Kunstkenner von sich reden macht, ist jedoch von der Ausstellung eher enttäuscht, nachdem O´Keeffe´s Gemälde von ihrer Gartentür keineswegs Vaginen ähneln.
“That doesn’t look like any vagina I’ve ever seen. Maybe she had medical issues.”

My Last Door, Georgia O’Keeffe, 1952 / 1954. Öl auf Leinwand, 121x 213cm.
GeschenkThe Burnett Foundation. © Georgia O’Keeffe Museum
In der anschließenden Diskussion im Auto streiten Jesse und seine Freundin um genau diese Tür, die einer der Mittelpunkte von O´Keeffe´s Spätwerk war.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=x2cSGD4ad0w]
Die äußerst philosophische Frage, ob man die Dinge, die man liebt, immer und immer wieder machen sollte, erhält wie beinahe jede Thematik in „Breaking Bad“ einen bitteren Beigeschmack – Fans der Serie wissen, wovon ich rede, allen anderen soll hier die Spannung nicht genommen werden.
Wer schon alle Folgen gesehen hat und nun die Landschaftsaufnahmen aus „Breaking Bad“ gern einmal live und auf Leinwand erleben möchte, dem sei ein Besuch im Georgia O´Keeffe Museum in New Mexico an´s Herz gelegt. Dort gibt es übrigens keinesfalls nur Türen und Blumen zu sehen – die Ausstellung Architecture, Katsinam, and the Land läuft noch bis zum 11. September 2013. Falls Ihnen der Weg dorthin dann doch zu weit ist, holen Sie sich ihre schönsten Bilder direkt nach Hause – mit dem Bildband von Gerry Souter aus dem Hause Parkstone-International.
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