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(English) (French) Lucio Fontana : Ouvrez-moi donc cette toile
31 Mär 2014

(English) (French) Lucio Fontana : Ouvrez-moi donc cette toile

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(English) Sticks and stones may break my bones, but words will never hurt me
31 Mär 2014

(English) Sticks and stones may break my bones, but words will never hurt me

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Der Traum vom Orient
24 Mär 2014

Der Traum vom Orient

Jean-Auguste-Dominique Ingres provokantes Gemälde Das türkische Bad, das erstmals postum 1905 auf dem Salon de l’Automne zusehen war, erstaunte unter anderem den Maler Félix Vallotton und faszinierte ihn sofort. Das Meisterwerk des Neoklassizisten, einem Vorbild Vallottons, inspirierte ihn zu einer eigenen Interpretation des Gemäldes im Jahre 1907. In Vallottons Version sieht der Betrachter sechs nackte Frauen in einem gekachelten Dampfbad. Eine im Wasser stehende Rückenfigur trocknet sich gerade den Oberkörper, während eine weitere Person lasziv auf den Fliesen liegt und eine am rechten Bildrand sitzende Blondine, kurioserweise mit einem Dackel im Arm, scheinbar abwesend ins Leere starrt. Hinter ihr befinden sich drei weitere Frauen, die jede für sich und isoliert von den anderen das heiße Bad miterleben. Wie bereits der Titel des Bildes verrät, ist als Vorbild für das Sujet und die Darstellungsweise eindeutig Ingres zu nennen, der von Vallotton besonders deutlich in den weiblichen Rückenansichten im Vordergrund seines Bildes und in der Nacktheit seiner Frauen zitiert wird, obwohl Vallotton sein Vorbild auch stark karikiert und seinem Bild etwas Ironisches verleiht, indem er beispielsweise dem Dackel eine bildimmante Position verleiht.

Félix Vallotton: Das türkische Bad, 1907 Öl auf Leinwand, 130,5 x 195,5 cm Musée d’art et d’histoire, Genf Jean-Auguste-Dominique Ingres: Das türkische Bad, 1862, Öl auf Leinwand. 108 x 110 cm Musée du Louvre, Paris

Félix Vallotton: Das türkische Bad, 1907
Öl auf Leinwand, 130,5 x 195,5 cm
Musée d’art et d’histoire, Genf
Jean-Auguste-Dominique Ingres: Das türkische Bad, 1862,
Öl auf Leinwand. 108 x 110 cm
Musée du Louvre, Paris

Ingres‘ Türkisches Bad zeigt einen orientalischen Harem in einem Hamam, den er sich so aus Erzählungen, Reiseberichten sowie seiner Fantasie ausmalte. Ein Jahr nach der Fertigstellung des Bildes entschied sich Ingres, das Bild zu einem Tondi (nach dem Vorbild Raffaels, seinem großen Idol) umzugestalten und somit eine vollkommen neue Perspektive der Bildkomposition zu bewirken. Das Kunstwerk entsprach nun einer Sicht durch ein Schlüsselloch, sodass der Betrachter zum Voyeur wird und einen heimlichen, verbotenen Anblick auf die nichtsahnenden Frauen erhascht, die ihre Nacktheit ungeniert zur Schau stellen.

Das Bildmotiv des Türkischen Bades wird bei beiden Künstlern nur als Staffage benutzt, um Frauenakte in verschieden Posen darzustellen. Somit verwenden beide stereotypische Modelle als Vorlage für ihre Bildarrangements. Sowohl Ingres‘ als auch Vallottons weibliche Akte wirken entrückt und isoliert. Es findet keine Interaktion zwischen ihnen statt; jede ist für sich allein. Sie wirken in der gesamten Gruppenkonstellation verloren und einsam.

Das Sujet des türkischen Bades setzt auf der einen Seite Ingres dem Titel folgend in einem fantastischen, orientalischen Ambiente und auf der anderen Seite Vallotton in einem zeitgenössischen, westlichen, puristisch gehaltenen Interieur um. Die für die Kunstwerke gewählten Farben sind kalt, blass und gedämpft, sie wirken konträr zur warmen Atmosphäre des Sujets. Die Stile sind durch eine glatte Oberfläche, eine kühle Atmosphäre und die Dominanz der Linie, der Genauigkeit der Kontur, gekennzeichnet.

Vom 14. Februar bis zum 1. Juli 2014 ist im Van Gogh Museum Amsterdam die Einzelausstellung Félix Vallotton: Feuer unter Eis zu besichtigen. Mehr vom Werk Vallottons können Sie in Natalia Brodskaïas Buch Vallotton des Verlags Parkstone-International entdecken.

(English) Filth for Filth’s Sake
24 Mär 2014

(English) Filth for Filth’s Sake

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Wie van Gogh sein Ohr verlor
24 Mär 2014

Wie van Gogh sein Ohr verlor

Die Mythen, die sich um Vincent van Gogh ranken, sind zahlreich, wobei der bekannteste sicherlich der seiner Selbstverstümmelung ist, und die Meisten, die den Namen van Gogh hören, denken wahrscheinlich zuerst an genau diesen Vorfall: Der Maler wird eines morgens blutüberströmt und mit einer Wunde am linken Ohr aufgefunden. Er selbst kann sich an nichts erinnern.

Obwohl heute noch nicht einmal klar ist, ob van Gogh in jener Nacht sein ganzes oder nur einen Teil seines linken Ohres verlor, ist van Gogh von nun an als der Künstler bekannt, der sich selbst ein Ohr abgeschnitten hat. Über den genauen Hergang sowie über Motive und Beweggründe wurde viel spekuliert, aber nur wenig Sicheres herausgefunden.

Selbstporträt mit abgeschnittenem Ohr, 1889. Öl auf Leinwand, 51 x 45 cm. Sammlung Mr. und Mrs. Leigh B. Block.

Selbstporträt mit abgeschnittenem Ohr, 1889. Öl auf Leinwand, 51 x 45 cm.
Sammlung Mr. und Mrs. Leigh B. Block.

Die üblichen Erklärungen reichen von einem Absinthrausch bis zu psychischen Problemen und Wahnvorstellungen, die für van Gogh schließlich mehrere Aufenthalte in einer Nervenheilanstalt nahe Arles zur Folge hatten. Doch es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, wie dem Maler sein Ohr abhanden gekommen sein könnte: Bereits am darauffolgenden Tag wurde vermutet, dass sein Freund Paul Gauguin ihm in einem nächtlichen Streit das Ohr abgeschnitten haben könnte.

Cafétisch mit Absinth, 1887. Öl auf Leinwand, 46,5 x 33 cm. Van Gogh Museum, Amsterdam.

Cafétisch mit Absinth, 1887. Öl auf Leinwand, 46,5 x 33 cm.
Van Gogh Museum, Amsterdam.

Diese Unklarheiten, schließlich ist bis heute nicht klar, wie Vincent van Gogh sein Ohr verloren hat, befeuern bis heute den Mythos, der vermutlich in gleichem Maße zur Berühmtheit des Malers beigetragen hat wie seine wunderbaren Gemälde.

Die Ausstellung From van Gogh and Gauguin to Kirchner and Kandinsky – German Expressionism and France im Musée des Beaux-Arts in Montreal zeigt vom 11. Oktober 2014 bis zum 25. Januar 2015 eine breite Auswahl an expressionistischen Werken. Sie gibt einen Einblick in die Beziehung zwischen dem deutschen Expressionismus und Frankreich.

http://www.mbam.qc.ca/en/expositions/a-venir/expressionnisme-allemand

Für alle, die sich schon im Vorfeld mit dem Werk van Goghs beschäftigen wollen, eignet sich außerdem der im Verlag Parkstone-International in der Reihe Perfect Square erschienene Titel Vincent van Gogh von Jp. A. Calosse.

Rivalen unter sich
24 Mär 2014

Rivalen unter sich

Ein die Renaissance charakterisierendes Thema war die Auseinandersetzung mit der Antike. Man entdeckte das antike Erbe durch erste archäologische Ausgrabungsfunde und deren Dokumentation wieder, die die Künstler inspirierten, sich fortan am antiken Schönheitsideal zu orientieren. Zu dieser Zeit gehörten zu den herausragenden Genies die Italiener Raffael da Urbino, Michelangelo Buonarotti und Leonardo da Vinci.

Raffael: Die drei Grazien, um 1503-1505. Öl auf Holz, 17,1 x 17,1 cm. Musée Condé, Chantilly.

Raffael: Die drei Grazien, um 1503-1505. Öl auf Holz, 17,1 x 17,1 cm.
Musée Condé, Chantilly.

Raffaels Figuren in seinen Meisterwerken sind harmonisch und von ausgewogener Komposition; er malt bevorzugt liebliche Madonnenbilder mit einem antikisierten Schönheitsideal. Seine Kunst besitzt einen hohen ästhetischen Wert, da nur sie der an sich unvollkommenen Natur zur Vervollkommung verhelfen kann. Seine Vorbilder waren auch gleichzeitig seine Rivalen: Michelangelo und Leonardo.

Michelangelo: Die Erschaffung Adams, 1508-1512. Fresko, 480 x 230 cm. Sixtinische Kapelle, Vatikanstadt.

Michelangelo: Die Erschaffung Adams, 1508-1512. Fresko, 480 x 230 cm.
Sixtinische Kapelle, Vatikanstadt.

Ähnlich erging es auch dem etwa acht Jahre älteren Michelangelo, der einerseits mit Leonardo rivalisierte und andererseits von ihm als Vorbild profitierte. Auch mit Raffael stand er in Konkurrenz. Sie beeinflussten sich in ihrem Schaffen – teilweise unbewusst, aber auch direkt, in einem Kampf um Perfektion und Anerkennung. Michelangelos Bildpersonal entstand anhand von nach dem Modell gezeichneten Skizzen, in denen eine realistische Nachahmung der Natur trotz antiker Idealisierung erkennbar blieb.

Leonardo da Vinci: Der vitruvianische Mensch, Proportionsstudie nach Vitruv, 1492. Feder und Tusche auf Papier. Galleria dell’Accademia, Venedig.

Leonardo da Vinci: Der vitruvianische Mensch, Proportionsstudie nach Vitruv, 1492. Feder und Tusche auf Papier. Galleria dell’Accademia, Venedig.

Leonardos Streben nach Symmetrie und Schönheit manifestierte sich in seiner Auseinandersetzung mit der menschlichen Anatomie, sodass Geometrie und Ausgewogenheit der Proportionen in seinen Gemälden vorherrschten; sein Idealbild der menschlichen Schönheit war daher kein absolutes, sondern bestand aus der Beziehung einzelner Teile zueinander.

Trotz der Unterschiede schufen die drei Renaissancekünstler ein Schönheitsideal, das weit über Italien hinaus von Künstlern bewundert und kopiert wurde. Auch heute noch, nach rund 500 Jahren genießen sie Weltruhm. Immer wieder beschäftigen sich Museen in ihren Ausstellungen mit diesen Meistern, wie beispielsweise das Museum of Fine Arts in Budapest mit seiner aktuellen Exposition Triumph of Perfection – Raffael, die Einblicke in das perfekte Schönheitsideal Raffaels gewährt. Wer sich darüberhinaus intensiver mit dem Werk der drei großen Renaissancemeister auseinandersetzen möchte, dem sei die im Verlag Parkstone-International erschienene Edition: Art Gallery empfohlen, in der jedem Künstler je ein Bildband gewidmet ist.

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500 Jahre europäische Kunst
24 Mär 2014

500 Jahre europäische Kunst

Kunst ist immer als Spiegel ihrer Zeit zu verstehen. Sie reflektiert Bewegungen, bildet Strömungen ab und prägt ganze Epochen. Die gesamte Geistesgeschichte mit all ihren Umbrüchen manifestiert sich in den verschiedensten Ausprägungen der Kunst. In ihr bricht sich aber auch immer wieder das Licht der Kreativität, wodurch Neues geschaffen wird, das wiederum auf reale Ereignisse maßgeblich Einfluss nehmen kann.

Jedes Zeitalter hat dabei seine eigenen Stile und Techniken hervorgebracht. Geniale Meister waren zwar immer die Kinder ihrer Zeit, gleichzeitig waren sie aber ihrer Zeit auch weit voraus. Vor allem am Anfang des mehr als fünfhundertjährigen Zeitraums vom Beginn der italienischen Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert halfen Universalgelehrte wie Leonardo da Vinci und Michelangelo mit ihrer Arbeit, ganze Zeitenwechsel einzuleiten und deren Fortgang mitzubestimmen.

Leonardo da Vinci, Vitruvianischer Mensch, um 1490. Feder und Tusche mit Lavierung über Silberstift auf Papier, 34,4 cm × 25,5 cm. Galleria dell’Accademia, Venedig.

Leonardo da Vinci, Vitruvianischer Mensch, um 1490. Feder und Tusche mit Lavierung über Silberstift auf Papier, 34,4 cm × 25,5 cm. Galleria dell’Accademia, Venedig.

Jedes Land kann hierbei auf seine eigenen Vertreter der oft „Goldenes Zeitalter“ genannten Periode nationaler Größe verweisen. Genannt seien Diego Velázquez für Spanien und Peter Paul Rubens für Flandern. Nur wenigen gelingt es dabei jedoch ganze Kunststile in der Art zu prägen, dass sie für immer mit einem Namen verbunden werden. So etwa der Impressionsmus, der seinen Namen dem französischen Maler Claude Monet verdankt.

Claude Monet, Impression, Sonnenaufgang, 1872. Öl auf Leinwand, 48 x 63 cm. Musée Marmottan Monet, Paris.

Claude Monet, Impression, Sonnenaufgang, 1872. Öl auf Leinwand, 48 x 63 cm.
Musée Marmottan Monet, Paris.

Die Art Gallery of New South Wales in Sydney widmet sich vom 28. August bis zum 2. November 2014 in ihrer Ausstellung European prints and drawings 1500-1900 der Kunstform des Drucks und der Zeichnung aus über 400 Jahren europäischer Kunst und gibt einen ausführlichen Überblick über die Entwicklung dieser beiden Techniken.

http://www.artgallery.nsw.gov.au/exhibitions/european-prints-and-drawings-1500-1900/

Die gesamte Bandbreite der europäischen Kunst ist in der kompakten Art Gallery des Verlages Parkstone-International zu finden. Das zehnteilige Werk widmet jeden Band einem europäischen Meister, der stellvertretend für ein Land oder eine ganze Epoche steht. Die praktischen, kleinformatigen Bände bieten somit einen detaillierten Einblick in die Kunst der Moderne.

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Die Zukunft ist Schwarz!
24 Feb 2014

Die Zukunft ist Schwarz!

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Das Gelb der Sonne
24 Feb 2014

Das Gelb der Sonne

Die Sonnenblumen von Vincent van Gogh gehören zu den berühmesten Stillleben, die ein Maler der Moderne geschaffen hat. Sie erzielen auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise und sind in den größten Museen der Welt ausgestellt. Daher scheint es, dass über diese Bilder bereits alles gesagt ist – dies stimmt jedoch nicht! Nur wenigen Kunstinteressierten ist bekannt, dass van Gogh innerhalb eines Jahres zwei Serien mit insgesamt sieben Variationen der Sonnenblumen ausgeführt hat. Einige von ihnen sind Pendants, die sich ursprünglich zusammen in einem Raum befanden, heute aber weltweit ein neues Zuhause haben. Der Maler konzipiertedie Bilder etwa zwei Jahre vor seinem Tod für das Gelbe Haus – ein Atelier in Südfrankreich, in dem er gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Paul Gauguin für wenige Monate lebte. Die Stilllebenserien sollten als dekorative Kunstwerke das Künstlerhaus ausschmücken. Sie gleichen sich in ihrem Motiv, das blühende Sonnenblumen in einer Vase auf einer Fläche vor einer Wand darstellt. Jedoch changieren die Farben auf bemerkenswerte Weise und geben jedem Gemälde einen individuellen Ausdruck. Dabei spielt van Gogh mit intensiven Farbkontrasten und setzt kräftige Blautöne schillerndem Gelb gegenüber.

Vincent van Gogh: Zwölf Sonnenblumen in einer Vase, 1888. Öl auf Leinwand, 91 x 72 cm. Neue Pinakothek, München.

Vincent van Gogh: Zwölf Sonnenblumen in einer Vase, 1888.
Öl auf Leinwand, 91 x 72 cm. Neue Pinakothek, München.

Diese Blumensorte symbolisiert für den Künstler die Sonne, den Sommer und das Leben. Somit sind sie auch in weiteren Werken van Goghs präsent. Seinen Gewohnheiten gemäß malt er die Gemälde direkt vom Sujet ab. Daher entstehen seine Bilder in einem Zug und ohne Unterbrechung, denn nur so kann er sicherstellen, dass die Blumen nicht zu schnell verwelken und sich sein Motiv verändert. Die starke Farbigkeit und vereinfachten Formen haben ihren Ursprung in japanischen Druckgrafiken, die van Gogh intensiv studierte.

Paul Gauguin: Porträt des Vincent van Gogh, Sonnenblumen malend, 1888. Öl auf Leinwand, 73 x 91 cm. Van Gogh Museum, Amsterdam.

Paul Gauguin: Porträt des Vincent van Gogh, Sonnenblumen malend, 1888.
Öl auf Leinwand, 73 x 91 cm. Van Gogh Museum, Amsterdam.

Die aktuelle Ausstellung The Sunflowers in der Londoner National Gallery gibt den Besuchern noch bis zum 27. April 2014 die Gelegenheit, sich mit van Gogh und seinen Sonnenblumen intensiv auseinanderzusetzen. Darüberhinaus kann man sich mit dem im Verlag Parkstone International erschienenen E-Book Van Gogh auf diese Ausstellung vorbereiten.

Griechenland in Farbe
24 Feb 2014

Griechenland in Farbe

Die griechische Antike ist eine der drei großen Säulen der europäischen Kultur. Die Einflüsse auf Kunst, Politik und Philosophie sind bis heute allgegenwärtig, doch gerade im Bereich der griechischen Kunst hat sich über die Jahrhunderte ein falsches Bild gefestigt.

Leo von Klenze, Ideale Ansicht der Akropolis und des Areopag in Athen, 1846. Öl auf Leinwand, 102,8 x 147,7 cm. Neue Pinakothek, München.

Leo von Klenze, Ideale Ansicht der Akropolis und des Areopag in Athen, 1846.
Öl auf Leinwand, 102,8 x 147,7 cm. Neue Pinakothek, München.

Karyatiden des Erechtheions, Akropolis, Athen, 421-407 v. Chr.

Karyatiden des Erechtheions, Akropolis, Athen, 421-407 v. Chr.

Unsere Vorstellung des griechischen Stils – weiß, streng, klar, rein – muss revidiert werden, denn schon seit Längerem weiß man, dass die Griechen ihre architektonischen und bildhauerischen Werke prächtig kolorierten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben Farbrückstände ermittelt, anhand derer sich die Originalzustände der jeweiligen Objekte rekonstruieren lassen.

Die neue, geradezu entgegengesetzte Wirkung, die davon ausgeht, ist nicht zu unterschätzen. Die Werke verlieren ihren erhabenen Charakter zugunsten eines farbenfrohen, emotionalen Geistes, der nicht mehr viel von dem aufweist, was wir heute ‘griechisch‘ nennen.

Man stelle sich nur einmal vor, die Akropolis in Athen würde heute nicht in ihrem klassischen Weiß, sondern in leuchtenden Farben über der Stadt thronen. Gleiches gilt für die unzähligen Büsten und Statuen, die, ausgestattet mit einem normalen menschlichen Teint, auf einen Schlag einen Großteil ihrer Ausstrahlung einbüßen würden.

Gerade in der Gegenüberstellung wird deutlich, wie sehr sich unser Bild von der Realität unterscheidet, und wie gegensätzlich sich der Faktor Farbe auf die Wahrnehmung einer ganzen Kultur auswirkt.

Die Ausstellung The Fourth Dimension: Colour in Ancient Sculpture in der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen zeigt vom 4. September bis zum 30. November 2014 Skulpturen der griechischen Antike neben farbigen Kopien, die sich an der ursprünglichen Kolorierung der Originale orientieren.

http://www.glyptoteket.com/whats-on/calendar/the-fourth-dimension-colour-in-ancient-sculpture

Einen kompletten Überblick über das Thema bietet das Buch Skulptur von Victoria Charles, das im Verlag Parkstone-International erschienen ist.

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