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Weltuntergang mit anschließender Aftershow-Party
27 Mai 2013

Weltuntergang mit anschließender Aftershow-Party

Der Weltuntergang scheint dieses Jahr wieder einmal zum Greifen nah und selbst bei Facebook lädt eine Gruppe zum Weltuntergang mit anschließender Aftershow-Party ein. Zittern oder Zelebrieren wir diesem Tag entgegen?

Der 21. Dezember 2012 wurde aufgrund des endenden Maya-Kalenders zum letzten Tag der Erde erklärt. Dass dieser Kalender aber nur das Ende eines Zyklus‘ bedeutet und laut den Maya logischerweise ein weiteres neues Zeitalter beginnt, verschwiegen viele Interpreten und Katastrophenforscher. Nur einige kompetente Wissenschaftler widerlegten diesen vermeintlichen Untergang anhand des Dresdner Codex.

Doch nicht nur endende Maya-Kalender, sondern vor allem zahlreiche Weltuntergangspropheten versprechen und versprachen immer wieder die Apokalypse. Neben zahlreichen Astronomen finden sich religiöse Glaubensgemeinschaften wie die Mormonen und die Zeugen Jehovas unter den Weltuntergangs-Verkündern. Und auch Girolamo Savonarola oder Martin Luther (sogar mehrfach) gliedern sich ebenso in die Reihe der Propheten der bisher nie stattgefundenen Weltuntergänge ein wie Nostradamus, Sir Isaac Newton, Charles Manson oder der Modemacher Paco Rabanne.

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Pieter Bruegel d. Ä., Sturz der gefallenen Engel, 1562.
Öl auf Holz, 118,5 x 162,5 cm.
Koninklijke Musea voor Schone Kunsten van België, Brüssel.

Doch wie haben wir uns diesen Weltuntergang vorzustellen? Vermeintlich genaue Daten liefern uns regelmäßig Wahrsager, Sektenführer, Wissenschaftler oder einflussreiche Persönlichkeiten; die Bilder liefert uns jedoch die Kunst. Seit Jahrhunderten stützen bildende Künstler unseren Glauben an das Ende der Welt, den Höllenschlund, die Welt bevölkernde Monster und Ungeheuer oder, ganz modern, an Außerirdische, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Und trotz der schauerlichen Darstellungen von Drachen, Mischwesen und Ungeheuern wahren doch vor allem Künstler wie Bosch, Dürer oder Mantegna den künstlerischen Anspruch. Ihnen gelingt es, das Schöne im Hässlichen zu offenbaren.

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Andrea Mantegna, Schlacht der Meeresgötter, um 1470-1475.
Kupferstich, 28,3 x 82,6 cm.
Devonshire collection, Chatsworth House, Chatsworth.

Wenn Sie sich von der Schönheit der Darstellungen apokalyptischer Visionen mit all ihren Monstern und Ungeheuern überzeugen lassen wollen, so haben Sie auf jeden Fall noch bis zum 10. März 2013 in der Ausstellung Beautiful Monsters: Beasts and Fantastic Creatures in Early European Prints in der Art Gallery of Alberta, Edmonton, Kanada, die Gelegenheit dazu. Falls Sie den Weltuntergang zu Hause erwarten, finden Sie mit dem Buch Apokalypse von Camille Flammarion oder, wenn Sie es weniger skurril mögen, mit dem Buch Tiergemälde von John Bascom, beide im Verlag Parkstone International erschienen, einen idealen Zeitvertreib.

Rodin, das Fleisch, der Marmor.
27 Mai 2013

Rodin, das Fleisch, der Marmor.

Dieser Titel weckt in mir das spontane und immense Verlangen nach einem gut gebratenem Beefsteak, außen scharf angebraten, innen zart rosa und in der Mitte noch etwas blutig, das ganze mit Salz und Pfeffer gewürzt – ein Genuss. Viele Vegetarier und Veganer, die meinen größten Respekt, aber auch mein Unverständnis haben, werden auf dieses Verlangen eher mit Abscheu oder Ekel reagieren.

Fleisch ist generell ein viel erforschtes und heiß diskutiertes Thema. Isst man es oder isst man es nicht? Und wenn ja, ist zu viel rotes Fleisch ungesund? Wie kann ich mich ausgeglichen ernähren. Aber die entscheidende und meistumstrittene Frage überhaupt: Wie bereite ich ein gutes Stück Fleisch zu? Und wie unterscheide ich im Vorfeld ein gutes von einem weniger guten Stück Fleisch? Mehr oder weniger hilfreiche Tipps und Tricks versuchen uns viele Zeitschriften, Kochsendungen und Bücher zu vermitteln und so ist das Beef-Magazin gar nicht mal verkehrt und vielleicht auch gerade deshalb interessant, weil es seinen ungebrochenen Anspruch auf Männlichkeit bewahrt. Und irgendwie haben die Redakteure damit ja auch recht: Fleisch ist männlich – und die Grillsaison beginnt jedes Jahr am 01. Januar und endet am 31. Dezember.

Aber Fleisch ist ebenso sexy. Ja, Fleisch ist sexy, weil ein pures Genussmittel. Im übertragenen Sinne hat sich hieraus ja auch die Fleischeslust ergeben, die Lust auf das Fleisch des anderen Geschlechts – Sex, Erotik und Leidenschaft sind in dieser Lust inbegriffen. Ob Rodin nun ein Steakliebhaber war, ist schwer zu beurteilen, jedoch lag ihm die Darstellung der Fleischeslust: der Lust am Schauen, der Begierde des Fleisches für das Fleisch. Nackte erotische Körper scheinen aus dem Marmor zu entspringen, entstehen aus ihm, zeigen Leidenschaft in der Bewegung, im Moment des Kusses, in der Umarmung.

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Auguste Rodin, Danaid, um 1889.
Marmor, 36 x 71 x 53 cm.
Musée Rodin, Paris.

Ob Sie nun Fleischliebhaber, Vegetarier, Veganer oder Frutarier sind, genießen Sie die Skulpturen Rodins – das dem Marmor entwachsende Fleisch – noch bis zum 1. September 2013 im Musée Rodin in der Ausstellung Rodin, la chair, le marbre oder holen Sie sich die Leidenschaft dieses Bildhauers in hochauflösenden Abbildungen mit den verschiedenen Formaten des Verlages Parkstone International nach Hause und entdecken Sie diesen einzigartigen Künstler durch die Augen des großen Dichters Rainer Maria Rilke.

Vorhang auf für die Expressionisten im Käfig der wilden Bestien
27 Mai 2013

Vorhang auf für die Expressionisten im Käfig der wilden Bestien

Die Versteigerung dauerte gerade mal 12 Minuten, dann stand im Mai 2012 beim New Yorker Auktionshaus Sotheby’s die neue Rekordsumme fest: 91,033,826 Millionen Euro (107 Millionen Dollar zuzüglich des Zuschlags für das Auktionshaus) für den letzten sich bis dato in Privatbesitz befindlichen Schrei von Edvard Munch (1863-1944). 70 Jahre lang befand sich das Werk im Privatbesitz der Olsen Familie. Thomas Olsen, ein Nachbar Munchs und Nachkomme der großen norwegischen Reederei-Dynastie, war nicht nur ein Freund, sondern auch einer der größten Förderer des Künstlers.

Damit ist das 1895 gemalte Pastell das teuerste je versteigerte Kunstwerk der Welt und verdrängte den bisherigen Rekordhalter, das im Jahr 2010 für 106,5 Millionen Dollar im New Yorker Auktionshaus Christie’s versteigerte Gemälde Nackte, Grüne Blätter und Büste Pablo Picassos (1881-1973) auf den zweiten Platz. Noch größere Summen sollen jedoch mitunter bei Direktverkäufen zwischen Privatpersonen fließen, so soll ein Unbekannter im Jahr 2011 für Cézannes Gemälde Die Kartenspieler (1892-1896) 250 bis 275 Millionen Euro gezahlt haben[i]. Aber nicht nur die erzielten Summen sind interessant, sondern auch, dass mit Ausnahme des Schreis, des ältesten Gemäldes der Liste, alle Arbeiten aus dem 20. Jahrhundert stammen. So nehmen erstaunlicherweise die Arbeiten Jackson Pollocks (1912-1956) und Willem de Koonings (1904-1997) mit 140 und rund 138 Millionen Dollar die ersten zwei Plätze des Rankings ein. Der im Jahr in Lettland geborene Mark Rothko (1903-1970), ein weiterer Vertreter des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule schaffte es mit der Auktionssumme von gerundet 87 Millionen Dollar auf Platz 9 und der irische Maler Francis Bacon (1909-1992) mit knapp über 86 Millionen auf Platz 10. Darüber hinaus tauchen drei Picassos und zwei Werke Gustav Klimts (1862-1918) im Mittelfeld der Top Ten auf[ii].
Wo bleiben die Alten Meister? Wo die sonst so beliebten französischen Impressionisten?

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Picasso, Nackte, Grüne Blätter und Büste, 1932.
Privatbesitz.

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Ernst Ludwig Kirchner, Der rote Turm in Halle, 1915.
Tempera auf Leinwand, 120 x 90,5 cm.
Museum Folkwang, Essen.

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert noch undenkbar, entstammen die teuersten Arbeiten ganz klar der Moderne und sind teilweise der Klassichen Moderne, dem Expressionismus sowie Symbolismus sowie teilweise der zeitgenössischen Moderne zugehörig. Dass zeitgenössische Künstler heute solche Preise erzielen können, haben sie dabei ihren „wilden“ Vorreitern zu verdanken.

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Henri Matisse, Der Tanz, 1909-1910.
Öl auf Leinwand, 260 x 391 cm.
The State Hermitage, St. Petersburg.

Henri Matisse (1869-1954), André Derain (1880-1954) und Maurice de Vlaminck (1876-1958), um nur die bedeutendsten, der als Fauves (frz. für wilde Bestien) bezeichneten Künstler zu nennen, lösten bei den Zeitgenossen einen regelrechten Schock aus. Die abstrakten Formen, die knalligen miteinander kontrastierenden Farben – was wäre wohl passiert, wenn sie mit einem Pollock konfrontiert gewesen wären?

Das Museum Folkwang in Essen stellt in der Ausstellung Im Farbenrausch: Munch, Matisse und die Expressionisten noch bis zum 13. Januar 2013 erstmals die Werke der französischen Fauves, die Arbeiten Edvard Munchs und die der deutschen und russischen Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc einander gegenüber.

Erfahren Sie mehr über die Wegbereiter der Moderne und deren Einfluss auf die nachfolgende Künstlergeneration mit Hilfe der im Verlag Parkstone-International auch als E-Book erschienenen, reich illustrierten Titeln Munch(von Patrick Bade), Munch (von Elizabeth Ingles), Van Gogh und Expressionismus.

C. Schmidt


[i] Die zehn teuersten Gemälde der Welt – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/kunst/die-zehn-teuersten-gemaelde-der-welt-275-millionen-euro-fuer-einen-pollock_aid_746688.html (26.11.2011)

[ii] Liste der teuersten Gemälde. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_teuersten_Gem%C3%A4lde (26.11.2011)

Caravaggio und der Caravaggismus
27 Mai 2013

Caravaggio und der Caravaggismus

Die meisten erfolgreichen künstlerischen Werdegänge sind geprägt von Gönnern, Kennern, Ausbildung, Rezeption, Kreativität und Auftraggebern. Dies gilt auch für eine Gruppe von Künstlern, die es zu Beginn des 17. Jahrhunderts, traditionell der Ausbildung entsprechend, nach Rom zog, und damit in eine Stadt, die zu jener Zeit von einem tendenziell normzerstörenden Künstler geprägt war – Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610). Mit seinen fesselnden Kompositionen, einem radikalen Naturalismus und einer zuvor nicht gekannten Lichtregie entwickelt er einen ihm eigenen Stil. Figuren werden mithilfe der schlaglichtartigen Beleuchtung modelliert, der verdunkelte Hintergrund wird undefinierbar und so die Szene dramatisch zugespitzt.

Für diese Gruppe nach Rom drängender junger Künstler aus Utrecht, unter ihnen Dirck van Baburen (1595-1624), Hendrick ter Brugghen (1588-1629) und Gerrit van Honthorst (1592-1656), sollte Caravaggio zum künstlerischen Vorbild avancieren. In Rom fanden sie seine Bilder nicht nur in den Kirchen und Palazzi, sondern auch bei ihren eigenen Auftraggebern wie etwa Vincenzo Giustiniani (1564-1637).

Die Utrechter Caravaggisten, wie sie sich, zurück in den Niederlanden, ab 1620 nannten, schufen vor allem Historiengemälde und zahlreiche Genrebilder, in denen sie mit Vorliebe Dirnen, Musikanten und Wirtshausszenen darstellten. Das Schlaglicht Caravaggios erhielt Einzug in die traditionellen niederländischen Bildthemen, die caravaggeske Beleuchtung wurde durch künstliche Lichtquellen wie brennende Kerzen ergänzt.

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Hendrick ter Brugghen, Junger Mann, seine Pfeife mit einer Kerze anzündend, ca. 1625.
Öl auf Leinwand, 67,6 x 55 cm.
István-Dobó-Museum, Eger.

Während Michelangelo Merisi da Caravaggio den entscheidenden und unverkennbarsten Einfluss auf diese jungen Maler hatte, so gab es doch zahlreiche europäische Künstler, die Caravaggio rezipierten. In Italien gehörten Bartolomeo Manfredi (1580-1622), Orazio und Artemisia Gentileschi (Vater (1563-1639) und Tochter, (1593-1653)) und Carlo Saraceni (1570-1620) zu den bedeutenden Vertretern, die Lichtregie und Realismus der Modelle übernahmen, in Frankreich sollten vor allem Simon Vouet (1590-1649), Valentin Boulogne (1591-1632) und Georges de La Tour (1593-1652) den Caravaggismus prägen.

Lassen Sie sich von einem der großartigsten und künstlerisch einflussreichsten Maler der Kunstgeschichte und seinen Rezipienten noch bis zum 10. Februar 2013 in der Ausstellung Bodies and Shadows: Caravaggio and His Legacy im LACMA Los Angeles fesseln, oder entdecken Sie den Meister von Licht und Schatten und seine dramatischen Kompositionen in den verschiedenen Formaten, Best Of, Mega Square und Temporis, des Verlages Parkstone International.

Paul Klee – Es ist interessant, wie trotz allen Abstraktionen die Sache real bleibt
27 Mai 2013

Paul Klee – Es ist interessant, wie trotz allen Abstraktionen die Sache real bleibt

Der Schweizer Künstler Paul Klee (1879-1940) wird der Abstrakten Kunst zugeordnet. Doch wie lässt sich Abstraktion eigentlich definieren? Der Begriff ‚abstrakt‘ steht im Gegensatz zu ‚real‘ und hat nur in der Gegenüberstellung zu seinem Antonym eine Bedeutung, denn wenn nichts real wäre, könnte natürlich auch nichts von der Realität abstrahiert, d. h. vereinfacht oder verallgemeinert werden. Alles, was in der Wissenschaft nicht gemessen werden kann, ist nicht real. Träume, Wünsche, Ideen, Vorstellungen – alles ist subjektiv und dem Begriff nach zunächst nicht real. Doch mittels der Kunst kann dieses Nicht-Reale in etwas Reales umgeformt werden: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ behauptete Klee zu recht in seinen theoretischen Schriften.

Paul Klee, Vermesse Felder, 1929. Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton, 30,4 x 45,8 cm. Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

Ist Kunst nicht gerade erst dann spannend, wenn man den Sinn des Dargestellten nicht auf den ersten Blick begreifen kann, oder wenn man gar davon ausgeht, dass es nicht die eine festgeschriebene Bedeutung gibt, sondern dass es dem Betrachter obliegt, sich selbst in dem Werk wiederzufinden. Während die Betrachtung bei objektbezogener Kunst oft flüchtig und oberflächlich bleibt, laden abstrakte Kunstwerke geradezu dazu ein, das Werk näher in Augenschein zu nehmen. Gelingt es uns dann, in die Welt des Ungegenständlichen einzutauchen und in uns selbst hinein zuhören, erkennen wir vielleicht Parallelen zu unserer eigenen Erfahrungswelt: „Mit der Abstraktion ist die Realität bewahrt“ notierte Klee in seinen Aufzeichnungen, da man „eine Brücke zu den Erfahrungen der Wirklichkeit“ findet. Bei abstrakter Kunst reicht nicht der prüfende Blick auf Werk und Titel, wir brauchen Zeit, um es auf uns wirken zu lassen.

Paul Klee, Rote und weiße Kuppeln, 1914.
Aquarell und Gouache auf Papier auf Karton, 14,6 x 13,7 cm.
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

Und oft brauchen wir neben ein wenig Geduld auch ein kindliches Maß an Fantasie, um ganz unvoreingenommen etwas für uns selbst zu entdecken. Klee und sein künstlerisches sowie schriftstellerisches Werk können als Anleitung dazu fungieren, als eine Anleitung, die er selbst nicht brauchte: „Im Restaurant meines Onkels, des dicksten Mannes der Schweiz, standen Tische mit geschliffenen Marmorplatten, auf deren Oberfläche ein Gewirr von Versteinerungsquerschnitten zu sehen war. Aus diesem Labyrinth von Linien konnte man menschliche Grotesken herausfinden und mit Bleistift festhalten. Darauf war ich versessen.“ So lautet eine Kindheitserinnerung im ersten Band seiner drei Tagebücher.

Im Jahr 1960 gegründet, besitzt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen heute eine der umfangreichsten Werksammlungen Klees. Aus den 100 Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen Klees, die sich im Besitz der Kunstsammlungbefinden, hat die Kuratorin Anette Kruszynski die aktuelle noch bis zum 10. Februar 2013 geöffnete Ausstellung 100 x Paul Klee im K21 im Düsseldorfer Ständehaus zusammengestellt.

„Das Bild“ hält Klee in seinen Schriften fest „hat keinen besonderen Zweck. Es hat nur den einen Zweck, uns glücklich zu machen. Es soll etwas sein, das uns zu schaffen gibt, was wir gerne öfter sehen, was wir zum Schluss gerne besitzen möchten.“ Öfters sehen können Sie Klees Werke vor oder nach dem Ausstellungsbesuch mit der im Verlag Parkstone-International herausgegebenen Monografie Kleeoder den E-Books Expressionismusund Bauhaus.

-C.Schmidt

„Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“
27 Mai 2013

„Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“

Es geht doch eigentlich nichts über ein kühles, frisch gezapftes Bier an einem heißen Sommertag an der Elbe, im Biergarten oder bei Freunden. Und während bei uns Pils und Hefeweizen ganz besonders beliebt sind, trink man im Pub im schönen Irland schon eher ein Lager, Irish red ale oder das traditionelle Guinness. Doch was hat diese Traditionsbrauerei mit dem Niederländer Rembrandt van Rijn (1606-1669), dem Engländer Thomas Gainsborough (1727-1788) und dem Flamen Anthonis van Dyck (1599-1641) gemeinsam? Edward Cecil Guinness, 1st Earl of Iveagh (1847–1927), der zwar nicht der Gründer, aber der Erbe des Familienunternehmens und nicht nur im Bierbrauen recht erfolgreich war.

Mit seinen hauptsächlich in den Jahren 1887 bis 1891 angekauften Werken englischer, flämischer und niederländischer Künstler des 17. bis 19. Jahrhunderts bestimmte er neben den Bankiers Rothschild, John Pierpont Morgan (1837-1913) und Henry Clay Frick (1849-1919) den Kunstmarkt und -geschmack seiner Zeit. Die für die damalige englische Aristokratie typische Kunstsammlung umfasst zahlreiche Porträts von Rembrandt bis Gainsborough sowie Seestücke von William Turner (1775-1851) und Aelbert Jacobszoon Cuyp (1620-1691). Zur Unterbringung seiner umfangreichen Sammlung von Landschaften und Porträts erwarb Edward Cecil Guinness 1925 Kenwood House in London, welches kurz nach seinem Tod 1927 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht wurde.

 

Rembrandt van Rijn, Selbstporträt, ca. 1665.
Öl auf Leinwand, 114,3 x 94 cm.
English Heritage, Iveagh Bequest, Kenwood House.

 

Im Zusammenhang weitreichender Renovierungsmaßnahmen am Kenwood House sind nun 48 Werke einer der bedeutensten englischen Sammlungen, dem Iveagh Bequest, auf Amerika-Reise. Die Ausstellung Rembrandt, van Dyck, Gainsborough: The Treasures of Kenwood House, London ist noch bis zum 13. Januar 2013 im Milwaukee Art Museum zu sehen, bevor sie dann weiter ins Seattle Art Museum und zum Arkansas Art Center zieht.

Entdecken Sie alternativ und zusammen mit Victoria Charles und Emile Michel die Meisterwerke van Dycks und Rembrandts mit den Büchern des Verlages Parkstone International.

 

Und das ist also Kunst? Will Grohmann im Netzwerk der Moderne
27 Mai 2013

Und das ist also Kunst? Will Grohmann im Netzwerk der Moderne

Der deutsche Kunsthistoriker Will Grohmann (1887-1968) ist ein großer Name in der Kunstgeschichte: er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Kunsthistoriker und -kritiker des 20. Jahrhunderts – und gerade in diesem Jahrhundert gab es viel zu tun. Den Begriff ‚Kunst‘ in Worte zu fassen oder gar eine einheitliche Definition für Kunst zu finden, bereitet nicht nur den Kunsthistorikern seit jeher Kopfzerbrechen. Die um den Begriff ‚Kunst‘ gezogene Grenze wurde im Laufe der Geschichte stetig ausgedehnt und neu gesteckt. Grob zusammengefasst, diente Kunst zunächst als Ausdrucksmittel kultischer, mythischer und religiöser Erzählungen (Antike und Mittelalter). Die niederländischen Genredarstellungen bewiesen dann, dass Kunst nicht nur christliche und historische Sujets darzustellen vermag, sondern zugleich auch als Spiegel der Alltagswelt fungiert – in der Frühen Neuzeit eine schwer zu begreifende Neuerung.

Im Laufe der Geschichte variierte das abgebildete Weltbild, Kunst diente mal als idealisierte Darstellung der Welt (griechisch-römische Antike, Klassizismus), mal als getreues Abbild der Wirklichkeit (Renaissance, Realismus), später als Zerrbild der Natur (Rokoko) und als Ausdrucksmittel der menschlichen Gefühlswelt (Romantik). Während der Kunstbegriff bis dato noch recht greifbar war, änderte sich dies Anfang des 20. Jahrhunderts, als Marcel Duchamp (1887-1968) die Malerei an den Nagel hing, ein Rad auf einem Hocker befestigte, dieses The Bycicle Wheel (1913) nannte und so zum ersten Mal Alltagsgegenstände als Kunst deklarierte. Seine Ready Mades lösten zunächst eine Welle der Empörung aus – Kunst kommt dem Volksmund zu folge schließlich von Können und Ready Mades zur Kunst erklären, das kann doch schließlich jeder oder etwa nicht?

 

Paul Klee, Sonnenuntergang, 1930.
Öl auf Leinwand, 46,1 x 70,5 cm.
Geschenk von Mary and Leigh Block.
The Art Institute of Chicago, Chicago.

 

Die Anfang des 20. Jahrhunderts ins Leben gerufene Bewegung des Dadaismus führte zu einer grundlegenden Kunstdebatte, ihre Anhänger schufen mit Absicht Kunst, die sich nicht verkaufen ließ (z. B. Performanzkunst), Kunst, die keinen Regeln folgt, die nicht ästhetisch war. Kunst konnte nun alles sein, was als Kunst deklariert wurde. Was ist nun aber mit dem Kunstbegriff? Kunst kann nun eigentlich alles sein, alles, was von einem Künstler geschaffen wurde, was der Betrachter als Kunst wahrnimmt und – nun kommt das Wichtigste und oft der einzige Grund, warum der Laie ein Werk als Kunst akzeptiert: Kunst ist, was ein Kunstkundiger als Kunst betrachtet. Kunst ist nicht Kunst, weil irgendjemand das behauptet, sondern weil es jemand sagt, der das dazu notwendige Hintergrundwissen und die dazu erforderliche Macht besitzt. An dieser Stelle kommen die Kunsthistoriker und -kritiker ins Spiel. Grohmann machte sich bis zu seinem Tod für die Klassische Moderne stark.

 

Ernst Ludwig Kirchner, Tiere auf dem Heimweg, 1919.
Öl auf Leinwand, 120 x 167 cm.
Sammlung Eberhard W. Kornfeld, Bern, Davos.

 

Dieser Mann muss einen außergewöhnlichen großen Terminkalender gehabt haben: Als kunstwissenschaftlicher Berater, Kurator und Kritiker war er nicht nur an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen, wie z. B. an der Dresdner Sezession (1919), der documenta I–III (1955, 1959 und 1964) und an den Biennalen von Venedig und São Paulo beteiligt, sondern verfasste darüber hinaus zahlreiche einflussreiche Monografien über viele bedeutende Künstler der Moderne, wie Paul Klee, Henry Moore, Wassily Kandinsky und Ernst Ludwig Kirchner, die bis heute als Standardwerke gelten.

Anlässlich seines 125. Geburtstages präsentiert die Ausstellung Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque, Kandinsky, Klee … Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in seiner Heimatstadt noch bis zum 6. Januar 2013 über 200 Werke der von Grohmann geförderten Künstler. Viele Arbeiten sind seit dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) und ihrer Verunglimpfung als „Entartete Kunst“ zum ersten Mal wieder in Dresden zu sehen. Die Präsentation der Kunstwerke wird durch audivisuelle Hintergrundinformationen ergänzt, die der Besucher individuell abrufen kann. Das multimediale, den gesamten Ausstellungsraum integrierende Konzept wurde unter Mitarbeit der Studierende der Technischen Universität Dresden (Fachbereiche Medieninformatik und Kunstgeschichte) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Fachbereich Geoinformatik) erarbeitet.

Weitere visuelle Impulse zu den herausragenden drei ‚K‘s der Klassischen Moderne liefern die im Parkstone-International herausgegebenen, reich bebilderten Bücher Kandinsky, Klee und Kirchner.

http://www.skd.museum/de/sonderausstellungen/im-netzwerk-der-moderne/index.html

 

-C.Schmidt

Frida Kahlo und Diego Rivera: Leidenschaft, Politik und Malerei
24 Mai 2013

Frida Kahlo und Diego Rivera: Leidenschaft, Politik und Malerei

„Diego schoss einmal auf ein Grammophon während einer von Tinas Partys. Das war zu der Zeit, als ich mich für ihn interessierte, obwohl ich mich vor ihm fürchtete.“ Frida Kahlo

Wenn sich zwei exzentrische Künstler ineinander verlieben – und das lehrt uns nicht nur Hollywood – geht das in der Regel nicht gut aus. Und in der Tat konnte man die im Jahr 1929 zwischen Diego Rivera (1886-1957) und Frida Kahlo (1907-1954) geschlossene Ehe nicht gerade als gesund bezeichnen. Die beiden gaben schon vom Erscheinungsbild her ein ungleiches Paar ab: Rivera, der stämmige Revolutionär und die zwanzig Jahre jüngere und neben ihm noch kleiner und zierlicher wirkende Kahlo – „petite, eine kleine Puppe neben Diego“, notierte der Fotograf Edward Weston (1886 – 1958) bei seiner ersten Begegnung mit Kahlo in seinem Tagebuch, „aber eine Puppe nur der Größe nach, weil sie stark und ziemlich schön ist.“

Frida Kahlo, Frida und Diego Rivera, 1931.
Öl auf Leinwand, 100 x 79 cm.
San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco.

Anders als bei dem akademisch ausgebildeten Rivera, trat die Malerei ganz plötzlich und unter negativen Umständen in Frida Kahlos Leben: Bei einem Busunglück im Jahr 1925 bohrte sich eine Stahlstange durch ihr Becken. Für lange Zeit ans Bett gefesselt, begann sie aus reinem Zeitvertreib zu malen. Damit sie sich selbst als Modell dienen konnte, befestigte ihre Mutter einen Spiegel an ihrem Bett. Während Rivera in seinen großformatigen Historiengemälden das gesellschaftliche Leben von Mexiko darstellte und die Anhänger der mexikanischen Revolution von 1910 idealisierte, bannte sie ihr Inneres auf die Leinwand, umgab sich auf ihren intimen, selbstreflektiven Selbstporträts mit einer Vielzahl von Puppen und Tieren und schuf sich so ihre eigene, farbenfrohe Realität.

Frida Kahlo, Diego und ich, 1949.
Öl auf Holzfaserplatte, 61 x 45 cm.
Privatsammlung, New York.

Diego Rivera, Volkstümliche Geschichte Mexikos, 1953.
Mosaik. Theatro de los Insurgentes, Mexiko-Stadt.

Nach zahlreichen Affären und Streitigkeiten und der ständigen Eskapaden ihres Mannes überdrüssig, ließ sich Kahlo 1939 von ihm scheiden, heiratete ihn jedoch ein Jahr später erneut. Die Malerei half ihr, ihren körperlichen und seelischen Schmerz, ihre Selbstzweifel und Beziehungsprobleme zum Ausdruck zu bringen und diese so gut es ging zu bewältigen. Anders als Rivera, der hauptberuflich Hunderte von großen Fresken schuf und zu Lebzeiten des Künstlerpaares als bedeutendster Wandmaler Mexikos galt, schuf Kahlo zeit ihres Lebens weniger als 150 kleinformatige Werke, eine Zahl, die, gemessen an Riveras umfangreichem und gefeiertem Werk wahrlich nicht groß ist. Und dennoch konnte sie sich später mit ihren Arbeiten nben ihrem Mann als eigenständige, autodidaktische Künstlerin behaupten.

Die aktuelle Ausstellung Frida & Diego: Passion, Politics and Painting in der Art Gallery of Ontario präsentiert noch bis zum 20. Januar 2013 mehr als 80 Arbeiten und mehr als 60 Fotografien des Künstlerehepaares. Die Werke stammen aus den drei mexikanischen Privatsammlungen Museo Dolores Olmedo, Colección Gelman und der Galería Arvil und offenbaren die dramatische Lebensgeschichte des Paares, ihre Leidenschaft füreinander und für die revolutionäre Kultur Mexikos der 1920er und 1930er Jahre.

Die dramtische Geschichte des Paares, ergänzt durch zahlreiche Farbbabbildungen, Briefe und Tagebucheinträge können Sie auch in den im Verlag Parkstone-International erschienenen Büchern Frida Kahlo & Diego Rivera, Frida Kahlo – Hinter dem Spiegel, Kahlo und Rivera nachlesen.

 

-C.Schmidt

Kontroversen bei Goya
24 Mai 2013

Kontroversen bei Goya

In der Kunstgeschichte sind es vor allem die kontroversen Diskussionen, die diese mitunter als verstaubt geltende Wissenschaft immer wieder spannend werden lassen. Neben Urheberschaft und Interpretationsvarianten verleiten auch sozialkritische Werke immer zu umfangreichen Debatten.

Ein solches sozialkritisches Werk ist Los Caprichos, Druckgrafiken aus den Jahren 1793 bis 1799, das sich mit den Ehesitten seiner Zeit kritisch auseinandersetzt, das die Erziehung, die Prostitution und den Aberglauben thematisiert und nicht nur den klerikalen Machtmissbrauch mit Hilfe der Inquisition, sondern auch den Adel und die Regierung gezielt angreift. In 80 Blättern entwirft Francisco de Goya (1746-1828) Sittenbilder seiner Zeit, die er nach nur wenigen Tagen wieder aus dem Verkauf zurückzieht, weil er selbst die Inquisition fürchten muss.

 

Francisco de Goya, El sueño de la razon produce monstruos (Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer), in Los Caprichos, Blatt 43, 1797-1798.
Radierung und Aquatinta, 21,6 x 15,2 cm.

 

Das Blatt 43 zog seither das besondere Interesse der Kunstgeschichte auf sich. Es leitet den Letzten der drei von Goya gewählten Themenkreise, den Aberglauben, ein. Wie auf vielen weiteren Grafiken dieser Reihe findet sich auch hier ein kurzer Kommentar: El sueño de la razón produce monstruos.

Und genau diese Zeile ist für ein immer noch anhaltendes Interpretationsaufgebot der Wissenschaft verantwortlich. Schläft die Vernunft oder träumt sie? Sprachgeschichtlich hat el sueño sowohl die eine als auch die andere Bedeutung, die hier jedoch den entscheidenden Unterschied macht. Denn ob die „Monstren“ erst in Erscheinung treten, wenn die Vernunft schläft, oder ob sie selbst ein Produkt der träumenden Vernunft sind, ist für die Interpretation des Werkes im Kontext der Gesellschaftskritik zu Zeiten der Aufklärung, in der die Vernunft triumphierend den Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit befreite, essenziell.

Und genau diese Ambivalenz der Wortbedeutung lässt Liebhaber und Kunsthistoriker immer wieder in heiße Debatten über die Intention des Künstlers verfallen. Ein Kommentar Goyas zum Blatt selbst wiederum scheint die Auflösung des Konfliktes zu offenbaren: „Die Fantasie, verlassen von der Vernunft, erzeugt unmögliche Ungeheuer; vereint mit ihr ist sie die Mutter der Künste und Ursprung der Wunder.“ Oder ist auch hier nicht nur das künstlerische Schaffen selbst gemeint?

 

Weniger kontrovers, aber ebenso anregend ist die aktuelle Ausstellung Renaissance to Goya: print and drawings from Spain im British Museum in London. Verfolgen Sie hier die Geschichte der spanischen Zeichnung und Druckgrafik oder begleiten Sie zusammen mit Sarah Carr-Gomm Francisco Goya auf seiner Lebensreise vom Hofmaler zum Grafiker und entdecken Sie seine Werke mit Jp. A. Calosses‘ Goya aus dem Verlag Parkstone-International.

 

Barock oder Moderne – der Versuch einer Definition?
24 Mai 2013

Barock oder Moderne – der Versuch einer Definition?

Die Kunstgeschichte hat immer versucht, jeder Epoche und jedem Stil einen Namen und eine Definition zu geben. Jahrtausende, Jahrhunderte, Jahrzehnte – aus Epochen wurden „Strömungen“. Historisch-politische Umschwünge hatten zumeist auch eine Richtungsänderung in der Kunst zur Folge, und so brachte das 17. Jahrhundert, geprägt vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und dem Absolutismus, die Kunst des Barock hervor, derer sich später auch die Aufklärung bedienen sollte. Überschwängliche, runde und ausladende Formen, ein Übermaß an Schmuck, dramatische Lichtregie, Dynamik, Symmetrie, Repräsentation und das Bewusstsein der Vergänglichkeit definieren im Allgemeinen die Architektur, Skulptur und Malerei des Barock. Das Gesamtkunstwerk prägte Profan- und Sakralbauten, ekstatische Bewegungen die Skulptur und Theatralik die Malerei. Und wer kennt sie nicht, das Schloss in Versailles, Gian Lorenzo Berninis Apollo und Daphne (1622-1625) oder Rembrandt van Rijns Nachtwache (1642)?

 

Rembrandt van Rijn, Die Kompanie des Hauptmanns Frans Banning Cocq oder Die Nachtwache, 1642.
Öl auf Leinwand, 379,5 × 453,5 cm.
Rijksmuseum, Amsterdam.

 

Für die Moderne scheint eine Definition fast unmöglich. Das vergangene Jahrhundert hat zwar die Kunst immer wieder neu erfinden wollen und dies mehr oder weniger auch getan, aber „Strömungen“ waren nicht mehr bestimmbar und auch das moderne Kunstwerk musste als Kunstwerk vom amerikanischen Philosophen und Kunstkritiker Arthur C. Danto (*1924) in seiner Verklärung des Gewöhnlichen 1984 erst wieder identifiziert und definiert werden.

Erstaunlich ist es dann aber doch, dass bei soviel Innovation und der Frage um die Berechtigung eines Gegenstandes als Kunstwerk die definierenden Eigenschaften einer längst vergangenen Epoche offenbar wieder Anwendung finden. Bei dem Gedanken an überschwängliche Formen, Dynamik, Ekstase und Theatralik sollten nicht nur Jeff Koons (*1955), Frank Stella (*1936) oder der Architekt Frank Gehry (*1929) Assoziationen hervorrufen.

 

Jeff Koons, St. John the Baptist, 1988.
Porzellan, 143,5 x 76,2 x 62,2 cm.
Seattle Art Museum, Seattle.

 

Trotz neuer Formensprache und künstlerischer Intention scheint die Rezeption doch wieder einmal die wirkliche Konstante in der Kunstwissenschaft zu sein. Und so zeigt die Art Gallery of Alberta noch bis zum 6. Januar 2013 in der Ausstellung Misled by Nature: Contemporary Art and the Baroque, zeitgenössische Künstler in ihrer Auseinandersetzung mit der Kunst und den Künstlern des Barock.

Wenn Sie selbst mehr über die architektonischen Gesamtkunstwerke, die Meisterleistungen der Skulptur und Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts erfahren möchten, erhalten Sie mit dem Titel Baroque Art von Victoria Charles und Klaus H. Carl des Verlages Parkstone-International einen umfangreichen ersten Überblick.

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