Das Phänomen Schwarzer Soldaten in den nationalen Armeen der westlichen Welt zeugt beispielhaft von der Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppe in der Gesellschaft. In Europa waren es die aus den Kolonien stammenden Afrikaner, in Amerika die Nachfahren der Sklavengenerationen, die trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft noch immer als Amerikaner zweiter Klasse betrachtet wurden. Gerade in der Kriegspropaganda, wo einfache Botschaften den nationalen Zusammenhalt stärken sollten, wird der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich.
Kunst muss nicht gegenständlich sein, weder Figuren noch eindeutige Motive haben und erst recht nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sein, aber oft wünscht sich genau dies der Besucher beim Betrachten von Kunstwerken. Daher geht er an Werke mit abstrahierten Motiven, die ihm vor allem Rätsel aufgeben, skeptisch und mit Vorbehalten heran.

Besucher im Grand Palais Museum vor den Gemälden von Georges Braque, Les Oiseaux en vol,1959; Les Oiseaux,1954-1962; L’Oiseau noir et l’oiseau blanc, 1960. Fotografiert von Céline Piettre.
Allerdings hat die moderne kunstgeschichtliche Entwicklung gezeigt, dass es möglich ist, blaue Kreise und schwarze Quadrate oder auch nur weiße Leinwände zu bedeutenden Meisterwerken zu erheben – doch dies war nicht immer so. Am Anfang des 20. Jahrhunderts schockierten zwei Künstler die Pariser Öffentlichkeit mit kleinen Würfeln und geometrischen Formen, mit deren Hilfe sie Formen und Figuren in ihren Bildern auflösten und neu wieder zusammensetzten. → Weitere Informationen
Träume suchen uns heim, sie verfolgen uns, machen uns Angst, beflügeln und inspirieren uns. In Träumen sind wir nicht nur mit uns selbst, sondern auch mit unterschiedlichsten Phänomenen konfrontiert, wie etwa dem falschen Erwachen oder Klarträumen, in denen der Träumende die Inhalte seines Traumes selbst kontrollieren kann. Außerdem scheint es, dass, je stärker wir versuchen, uns an unsere Träume zu erinnern, um sie greifbar zu machen, sie uns umso schneller durch die Finger zu rinnen scheinen.
Ein Philosoph des Alten Chinas stellte sich nach einem Traum, in dem er ein Schmetterling war, die Frage, ob er denn nun ein Mensch sei, der geträumt hat, ein Schmetterling zu sein, oder ob es nicht möglich sei, dass er ein Schmetterling sei, der gerade träumt, ein Mensch zu sein. Dieses Bild zeigt deutlich, dass es uns schlicht unmöglich ist, zwischen diesen beiden Zuständen sicher zu unterscheiden, und wir somit über keinen Zugang zu einer objektiven Realität verfügen. → Weitere Informationen
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Seit jeher hat sich der Mensch mit seiner eigenen Physiognomie auseinandergesetzt und immer wieder künstlerische Abbilder geschaffen, in denen er sein Ich und das Ich seiner Mitmenschen wiedergibt. Mit der Erfindung des Spiegels hat er nun erstmals die Gelegenheit, sein individuelles Antlitz, zu beobachten und zu erforschen, wann immer er möchte. Seither beschäftigen sich Künstler weltweit mit ihrer persönlichen Erscheinung und überlegen, wie sich diese unverkennbar und ausdrucksstark darstellen lässt. In ihrer Selbstdarstellung sind sie sowohl Urheber als auch Modell, wodurch sich der Kreis zwischen beobachten und beobachtet-werden schließt. Daher können Selbstbildnisse wie Autobiographien gelesen werden, die uns ein Stück weit die Identität des Künstlers offenbaren.
Noch bis zum 8. Dezember 2013 zeigt die Art Gallery of Ontario in ihrer Ausstellung „Self-portrait. As I think of myself.“ ihre eigene umfangreiche Sammlung von Selbstporträts. → Weitere Informationen
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